Umgang mit Druck, Prüfungsangst und Schulangst

Prüfungsangst: Einleitung

Es gibt Probleme, die sind laut: Jeder spricht darüber, sie sorgen für Schlagzeilen und Politiker wollen etwas dagegen unternehmen oder zumindest für solche Vorhaben gewählt werden - Probleme wie Jugendgewalt, Mobbing, Sucht und ADHS.

Und es gibt Probleme, die sind leise – sie gehen im Lärm des Alltags fast unter. Ein solches Problem ist die Nervosität, die viele Kinder und Jugendliche beim Lernen empfinden und die Angst, die sie überfällt, wenn sie an die Schule, Prüfungen und Vorträge denken.

Leise Probleme sind für die Umwelt bequemer, aber für die Betroffenen nicht weniger gravierend. Die Folgen, die Prüfungsängste haben können und die Zahl der Schüler/innen, die darunter leiden, werden unterschätzt.

Dafür gibt es viele Gründe:
  1. Angst und Scham liegen nahe beieinander und die Scham sagt den Schülern, dass sie ihre Angst verstecken sollen – was vielen gelingt.
  2. Angst ist oft irrational – und was irrational ist, wird von Aussenstehenden nur schwer nachvollzogen: „was soll denn bei so einem Vortrag schon schreckliches passieren?!“
  3. Angst motiviert und führt nicht selten zu guten Noten – und wer in der Schule gut ist, der hat doch keine Lernprobleme?
  4. Und schliesslich verwechseln viele Menschen ihre normale Prüfungsnervosität - die Aufgeregheit kurz vor dem Vortrag, die schlecht geschlafene Nacht vor der Prüfung - mit der Prüfungsangst von Schüler/innen, die wirklich betroffen sind und beim Gedanken an das Abitur in zwei Monaten bereits Herzklopfen bekommen, vor einer Prüfung wochenlang nicht richtig schlafen können, sich beim Lernen kaum konzentrieren können, mit Bauchweh zur Schule gehen oder sogar das Studium abbrechen und sich dauernd dumm und wertlos fühlen.

In den folgenden Artikeln erfahren Sie, was die Ursachen von Prüfungsängsten sind, wie Sie das Leben und das Lernen der Betroffenen beeinflussen und was dagegen unternommen werden kann.

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