Gastbeiträge zu "ADHS/Lernstörungen"

Hier finden Sie spannende Beiträge externer Gastautoren, die wir dazu eingeladen haben, ihre Inhalte vorzustellen.

Diagnose Autismus-Spektrum-Störung: 7 Fragen, 8 Antworten

"Als ich zwei Jahre alt war, verloren die Menschen um mich herum ihr Aussehen. Ihre Augen lösten sich in Luft auf. Nebel verschleierte ihre Gesichter. Die Stimmen verdunsteten (…). Meine Lippen ermüdeten. Kranke Wörter schleppten sich über meine Zunge. Die Silben verdorrten. Bald stammelte ich nur noch."

In der Autobiografie „Buntschatten und Fledermäuse“ dürfen wir einen Teil der Kindheit und Jugendzeit aus den Augen des von Autismus betroffenen Axel Brauns miterleben. Er beschreibt, wie er als Kleinkind den sozialen Bezug zu anderen Menschen weitgehend verlor und mit dem Spracherwerb kämpfte.

Im heutigen Artikel möchten wir einige häufige Fragen rund um die Symptome, Diagnostik, Häufigkeit und Ursachen der Autismus-Spektrum-Störung beantworten.

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Schüler/innen mit Autismus-Spektrum-Störungen unterstützen: Interview mit ASS-Expertin Antje Tuckermann

Stefanie Rietzler: Frau Tuckermann, Sie sind Psychologische Psychotherapeutin und haben sich auf „Autismus-Spektrum-Störungen“ (ASS) spezialisiert. Wie kam es dazu?

Antje Tuckermann: Ich bin mit dem Thema Autismus schon sehr lange verbunden, da ich mit einer autistischen Pflegeschwester aufgewachsen bin. Deshalb kenne ich die damit verbundenen Herausforderungen auch aus der Angehörigenperspektive und habe für mich entschieden, auch meine fachliche Tätigkeit danach auszurichten.

Ich arbeite unter anderem nach dem TEACCH-Ansatz. Dieser für mich unglaublich wertvolle Ansatz wird ergänzt durch mein psychotherapeutisches Wissen, welches insbesondere in der Zusammenarbeit mit hochfunktionalen Personen mit ASS eine wichtige zweite methodische Quelle darstellt.

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Was wir Eltern von unseren verträumten Kindern lernen können

Ulrike Légé aus Basel erzählt: Vor ein paar Tagen saß unsere zehnjährige Tochter im blau-rot gestreiften Hängesessel unter unserem alten Apfelbaum, ein dickes Buch auf den Knien. Ihr großer Bruder hatte sich mit der ganzen Länge seiner fünfzehn Jahre auf dem Steg über dem Gartenteich ausgestreckt, Kopfhörer im Ohr, den Blick aufs Wasser. Beide waren so versunken, stundenlang, wie verträumte Kinder sein können. Und ich selbst so entspannt wie lange nicht mehr.

Als Mutter von zwei Kindern, deren Gedanken oft abschweifen, weiß ich, wie anstrengend das sein kann im Familien-Alltag. Frühmorgens gibt es hektische Suchaktionen nach Brillen, Taschenrechnern oder Badekappen und die ganze Familie kommt schon wieder zu spät aus dem Haus. Teure Regenjacken bleiben mittags in der Tram liegen und Fahrräder an der Sporthalle stehen. Abends fehlen plötzlich wichtige Blätter, um auf den Test zu lernen.

Wenn ich nicht bewusst gegensteuere, kreisen meine Gedanken und Kommentare den ganzen Tag um lauter Un-Wörter: Unordnung! Unpünktlichkeit! Unerledigtes! Fast schon, als wären unsere verträumte Kinder Un-Menschen. Dabei gibt es so viel Positives, auf das es sich lohnt, den Blick zu richten und das wir von ihnen lernen können...

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Achtsamkeit in der Schule: Interview mit Constanze Lullies

Constanze Lullies ist Gründungsmitglied und Präsidentin von Achtsame Schulen Schweiz und hat das Lehrmittel MoMento mitentwickelt. Im Interview spricht sie mit uns darüber, was unter Achtsamkeit verstanden wird, warum sie eine Bereicherung für die Schule ist und wie Achtsamkeitsübungen in den Unterricht implementiert werden können.

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Advent und Weihnachten feiern mit verträumten Kindern

Ulrike Légé aus Basel erzählt: 

An meinem ersten Weihnachtsfest als Kleinkind habe ich mich im hohen Bogen unter dem Tannenbaum übergeben. Nicht, weil mich eine Magen-Darm-Grippe erwischt hatte; mir war der Weihnachtstrubel zu viel geworden. Als erstes Kind in der Familie sollte ich ein ganz besonders schönes Fest erleben: Die Großmütter erzählten mir vom lieben Christkind, die Großväter vom polternden Weihnachtsmann. Meine Paten malten mir aus, welche Überraschungen noch kämen. Meine Eltern hatten einen riesigen Baum geschmückt, darunter die neue Holz-Eisenbahn aufgebaut, und riefen mich mit Glöckchen herein.

Und ich war von dem Glitzernden, Spannenden, Wuseligen völlig überfordert. Zufrieden war ich erst, als alle Erwachsenen drei Gänge herunterschalteten und mich in Ruhe hinter dem Tannenbaum mit dem Geschenkpapier spielen ließen. Das knisterte so schön und es roch würzig nach Wald unter den dunklen Zweigen … Etwas später interessierten mich dann auch wieder Eisenbahn, Weihnachtslieder und Plätzchen. Ich fühlte mich geborgen auf dem Schoß der einen Großmutter, die am wenigsten in der großen Familienrunde sagte und die am meisten Ruhe ausstrahlte.

Als mein Mann und ich unsere eigenen Kinder bekamen, merkten wir, dass auch sie bei rauschenden Familienfesten oft überfordert waren. Ganz besonders den verträumten Kindern wurde schnell alles zu viel. Wir Eltern spürten deutlich, dass wir ein intensives, oft anstrengendes Jahr mit den Kindern lieber anders ausklingen lassen, in der Adventszeit bewusst herunterfahren wollten. Mittlerweile haben wir einige Rituale und Taktiken gefunden, die uns dabei helfen:

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Kinderbuch "Alle behindert!" - ein Blick hinter die Kulissen

"Alle behindert! 25 spannende und bekannte Beeinträchtigungen in Wort und Bild" - mit diesem frechen Titel eröffnen Monika Osberghaus und Horst Klein ihr Buch für Kinder ab 5 Jahren. Der Vater eines Sohnes mit Down-Syndrom möchte Augen und Herzen öffnen und vermitteln, was Kinder wirklich über Beeinträchtigungen wissen wollen. Im Interview lässt uns das Autorenteam teilhaben an der turbulenten Entwicklung des Buches und verrät, wie es mit den vielen kritischen Stimmen umgegangen ist...

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Mental Load - Schluss mit "Mama-macht-das-schon"

Getreu dem Motto „Wenn ich nicht an all die Aufgaben denke, tut es keiner“, rutschte auch Laura Fröhlich wie viele Mütter in die Überlastung. In ihrem Buch "Die Frau fürs Leben ist nicht das Mädchen für alles!", plädiert sie für eine gerechtere Aufteilung von Aufgaben und Verantwortung. 

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Neurofeedback – das Krafttraining fürs Gehirn

Interview mit Elena Arici zum Thema Neurofeedback

Frau Arici, was ist Neurofeedback?
Neurofeedback ist ein computergestütztes Hirnwellentraining, bei dem es darum geht, eine verbesserte Hirnleistung zu erzielen. Das kann für den einen Klienten bedeuten weniger Stresswellen zu produzieren, während es für den anderen darum geht, den Stand-By Modus des Gehirns zu verlassen und aktiver zu werden.

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Vortrag "Mit Kindern lernen"

129 hase_zaehltEltern und Lehrkräfte wünschen sich, dass Kinder eine glückliche Schulzeit erleben. Wir möchten, dass sie das Lernen als etwas Sinnvolles und Schönes begreifen, im Unterricht gut mitarbeiten und die Hausaufgaben in Ruhe erledigt werden. 

Im spannenden, lehrreichen und manchmal sogar witzigen Vortrag "Mit Kindern lernen" wird erklärt, wie diese positive Entwicklung angestossen werden kann. Die Inhalte orientieren sich an der aktuellen psychologischen Forschung und geben praxisnahe Antworten auf die folgenden Fragen:

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