Kurztipps Lernen für Jugendliche

Lerntipps für erfolgreiches Lernen

Lerntipp 1: Mach’s abwechslungsreich

Unser Gehirn ermüdet beim Lernen ziemlich schnell. Abwechslung zwischen den verschiedenen Schulfächern hilft dabei, dass wir uns Dinge besser und schneller merken können. Wer darauf achtet, ähnliche Fächer nicht direkt hintereinander zu lernen, reduziert ausserdem die Wahrscheinlichkeit für Verwechslungen. 

Sinnvoll ist eine Abfolge wie: Mathematik, Englisch, Geschichte, Chemie, Französisch. Weniger hilfreich ist es, zuerst alle Sprachen und dann alle naturwissenschaftlichen Fächer abzuhandeln. Bei der Vorbereitung auf grössere Prüfungen hilft es ausserdem, die Lernform und den Ort zu variieren. Nach einer gewissen Zeit alleine trifft man sich mit einem Lernpartner, um die Inhalte zu besprechen, anschliessend klemmt man sich noch einmal selbstständig dahinter. Wenn man grosse Stoffmengen bearbeiten muss, fällt einem zu Hause schnell die Decke auf den Kopf. Ein Wechsel in die Bibliothek oder ins Café können neue Kräfte freisetzen. Insgesamt machen Abwechslungen in Fächern, Lernstrategien und Lernformen das Lernen also weniger anstrengend.

Lerntipp 2: Chill mal!

Insbesondere Studenten, aber auch manche Schüler/-innen fühlen sich unglaublich produktiv, wenn sie sich beim Lernen über einen Zeitraum von mehreren Stunden ohne Unterbrechung auspowern. Der grosse Haken ist unsere begrenzte Aufnahmefähigkeit. Beim Lernen ermüdet unser Gehirn, was dazu führt, dass wir uns schlechter konzentrieren können und unsere Aufnahmefähigkeit sinkt. Wenn du also nach einer halben Buchseite bemerkst, dass du vom Inhalt kaum etwas mitbekommen hast und nur deine Augen gelesen, aber der Kopf „nicht mitgelesen“ hat, ist es schon zu spät. Um längerfristig aufnahmebereit zu sein, sollten wir eine Pause einschalten, bevor wir müde sind und „nicht mehr können“. Kurze, regelmässige 2-5 minütige Erholungszeiten tun uns, unserem Gehirn und unserer Motivation gut! Wer das Buch weglegt, bevor er erschöpft ist, schliesst das Lernen mit einem guten Gefühl ab und kann sich am nächsten Tag besser zum Lernen überwinden.

Eine Faustregel für Pausen gibt es nicht. Jeder Mensch ist anders, deshalb gilt auch hier das „Probieren geht über Studieren Prinzip“. Manchmal muss man sich einfach nur trauen. Ich selbst arbeite am besten, wenn ich mich 15 Minuten intensiv mit einer Aufgabe befasse und dann 5 Minuten entspanne. Diese kurzen, effektiven Einheiten helfen mir. Ganz egal wie aufnahmefähig andere scheinen, es ist wichtig, einen eigenen Rhythmus zu finden, auch wenn dieser vielleicht kürzer ist als bei anderen.

Lerntipp 3: Freizeit muss sein!

Egal wie gut unsere Lernstrategien sind- wir sind keine Lernmaschinen oder Roboter. Ein grosser Teil der Studenten arbeitet in der Prüfungsphase viel zu lange. Sie sehen, wie vermeintlich gut die anderen Mitstudenten schon vorbereitet sind oder haben einfach nur Angst, die Prüfung nicht zu bestehen oder nicht mehr alles rechtzeitig zu schaffen. Wenn Studenten von morgens bis abends bis zum Umfallen die Nase in die Bücher stecken, würde man vermuten, sie würden die Prüfung mit Bravour bestehen. Das ist häufig nicht der Fall uund wir fragen uns: „Hä, die hat’s nicht gepackt? Die ist doch jeden Tag an die Uni gerannt und hat von früh bis spät gelernt!“

Die gute Nachricht ist: Entscheidend ist nicht, wie lange man lernt, sondern was man in dieser Zeit tut!

Einen Film anschauen und dabei Vokabeln pauken, die Hausaufgaben erledigen und dabei die neuesten Fotos auf Facebook checken oder lernen und währenddessen mit der besten Freundin whatsappen- eine beliebte Strategie, sich die mühsame Arbeit etwas zu erleichtern. Wer so arbeitet braucht nicht nur unheimlich lange – es bleibt vom Gelernten auch kaum etwas Erwähnenswertes hängen. Man hat den Eindruck, unheimlich lange gelernt zu haben, in der Realität war diese Zeit aber sehr wenig zielführend. Genauso unangenehm ist das schlechte Gewissen in der Freizeit, noch lernen zu müssen. Diese „Mischzeit“ zwischen Lernzeit und Freizeit nennen wir Müllzeit: Sie macht das Lernen langwierig und die Freizeit weniger entspannt.

Mllzeit Bild

Müllzeit reduzieren heisst Zeit sparen und effektiver werden. Am besten noch heute damit starten, Lernzeit und Freizeit klar zu trennen.

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