Kurztipps Lernen für Jugendliche

Gruppenlernen - Top oder Flop?

Flop! Das hab ich nämlich schon mal probiert und es hat überhaupt nichts genützt!

Richtig! Wer beim Lernen mit anderen möglichst viel Zeit verplempern will, sollte am besten die folgenden Punkte beachten:

1.Suche dir möglichst viele Lernpartner auf einmal. So kannst du sichergehen, dass ihr als Gruppe eure Termine kaum koordiniert bekommt und keine geeigneten Daten für Gruppentreffen zustande kommen.2.Schliesse dich mit jemandem zusammen, mit dem du dich besonders gut verstehst. Ziehe auf keinen Fall jemanden als Lernpartner in Erwägung, mit dem du besonders gut arbeiten könntest! Die beste Freundin oder der engste Kumpel können dafür sorgen, dass man sich wunderbar gegenseitig durch quatschen vom Lernen ablenken kann.

3.Der richtige Einstieg in das Gruppenlernen ist besonders wichtig. Unser Vorschlag: Den Stoff auf keinen Fall vorher durchgehen, sondern völlig ahnungslos beim Gruppentreffen aufschlagen! Arbeitsmaterial sicherheitshalber zu Hause vergessen. Das bringt die Gruppe in Schwung!

Kennst du das eine oder andere aus eigener Erfahrung? Ja?

Bevor du das Gruppenlernen abschreibst, wäre es vielleicht an der Zeit, eine richtige Arbeitsgruppe auszuprobieren. Wer beim Gruppenlernen schlechte Erfahrungen gemacht hat, kann sich folgendermassen auf ganz neue Vorteile gefasst machen:

Top!

Gruppen haben einige Vorteile.

  • Auch wenn jedes Mitglied noch so wenig weiss: zusammen weiss man immer mehr!

  • Statt allein vor dem Schreibtisch zu versauern, bringt eine Lerngruppe frischen Wind und Motivation in den grauen Lernalltag

  • Diskutieren er Lerninhalte hilft, den Stoff zu vernetzen

Gruppen- vor allem grosse- können aber auch Nachteile haben:

  • Je mehr Lernpartner, desto mehr Unruhe in der Lerngruppe. Ob Nebengespräche, Gerüchte oder Kommentare zum Lernstoff: die Ablenkungsmöglichkeiten wachsen mit der Gruppengrösse.

  • Ab drei Personen ist Geduld gefragt: wenn Person 1 Person 2 abfragt oder umgekert oder ein Sachverhalt geklärt wird, steht Person 3 an. Das kostet Zeit und Nerven je mehr Teilnehmer an der Gruppenarbeit beteiligt sind.

  • Es ist schwierig, Termine zu koordinieren

  • Auch Schwierigkeiten wachsen mit der Gruppengrösse. Je mehr Personen, desto grösser die Wahrscheinlichkeit, dass jemand krank wird, absagt, schlechte Laune in die Gruppe trägt, den neuesten Beziehungsärger abladen muss o.ä.

Um die Vorteile optimal zu nutzen und die Nachteile möglichst zu umgehen, hat sich die Zweiergruppe bewährt. Tipps, die eine Lerngruppe vom Flop zum Top machen,  gibt es im nächsten Artikel.

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