Gastbeiträge "Primarschulkinder"

Daniel Bialecki ist Diplom-Ingenieur und und einer der Begründer der Lernplattform scoyo. Er ist begeistert von den Möglichkeiten, die das Internet für Lernende bietet. In seinem Gastbeitrag geht er auf die Vorteile und Möglichkeiten von Online-Lernen ein.

Die Neuen Medien werden ständig bedeutender – allen voran das Internet. Zum typischen Bild
gehören mittlerweile Tablets, Smartphones oder Laptops, die jederzeit bereitstehen. Die schnelle Recherche wird durch sie ebenso erleichtert wie das Verfassen von Briefen und anderen Schriftstücken oder die Erledigung wichtiger Bankgeschäfte.

Doch nicht nur im Alltag der Erwachsenen gehört das Internet unweigerlich dazu. Schon die Jüngsten lernen auf eine vollkommen andere Weise als die Generationen vor ihnen - mit der Unterstützung des weltweiten Netzes. Kinder nehmen diese vollkommen neue Lernmöglichkeit gerne an, doch Eltern reagieren in vielen Fällen besorgt. Unklar ist oft, was unter dem Online-Lernen überhaupt verstanden wird, was den Unterschied zum klassischen Offline-Lernen ausmacht und wo die Vorteile dieser Entwicklung liegen. So wirkt das Lernen mit Unterstützung des World Wide Web auf viele Eltern zunächst kompliziert und die Angst, der Aufenthalt des Kindes im Internet könnte vielleicht sogar gefährlich sein, überwiegt. Selbstverständlich ist auch hier Vorsicht besser als Nachsicht. Gewisse Dinge sollten von Eltern beachtet werden, um sämtliche Gefahren auszuschließen und ein Maximum an pädagogisch Wertvollem durch die modernen Lernplattformen zu erreichen. Werden wichtige Aspekte nicht außer Acht gelassen, bietet das Internet jedoch eine sowohl abwechslungsreiche als auch vielversprechende Bildungsmöglichkeit, die das klassische Lernen hervorragend bereichert.

Was bedeutet Online-Lernen?

Multimediales Lernen weckt nicht nur die Neugier der Kinder, sondern fordert auch zeitgleich
mehrere Sinne. Die Verbindung aus Ton, Bild und Text fesselt unsere Jüngsten, so dass Wissen spielerisch vermittelt wird. Bis vor einiger Zeit war diese Form des Lernens noch Zukunftsmusik, doch das Internet setzt sich immer mehr als Möglichkeit zum Wissensaustausch durch.

Der Sammelbegriff „multimediales“ oder auch „digitales Lernen“ fasst Lernprozesse zusammen, die mit Hilfe digitaler Werkzeuge Wissen vermitteln. Die Palette an Möglichkeiten ist umfangreich. Beispielsweise können Apps das Lernen auf mobilen und internetfähigen Endgeräten wie dem Smartphone ermöglichen. Das Internet als globales Netzwerk bietet eine sich ständig aktualisierende Lernplattform – abgerundet durch digitale Lexika und virtuelle Klassenzimmer. Dieser Komplex aus modernen, digitalen Lernoptionen wirkt beinahe unüberschaubar, denn ständige Erweiterungen und Optimierungen bieten auf verschiedenen Ebenen eine laufend verbesserte Alternative zum klassischen Schulbuch. Das größte Potenzial haben Anwendungen, die mit dem Internet verbunden sind, weil sie die Möglichkeiten des digitalen Lernens optimal ausschöpfen können.

Mit dem richtigen Mix der Komponenten zum Lernerfolg

Die unterschiedlichen Varianten des Online-Lernens begleiten Schüler auf unterschiedliche Weisen dabei, sich neues Wissen anzueignen oder bestehendes zu festigen. Diese moderne Lernform bildet jedoch nur ein Glied einer facettenreichen Lernkette. Weitere Glieder sind unweigerlich der direkte Kontakt zu Altersgenossen, das Erweitern des persönlichen Erfahrungsschatzes oder auch das Beobachten, Erkunden und Kennenlernen der Umwelt. Um ein souveränes und gut ausbalanciertes Wissen zu erhalten, sollte der Mix dieser praktischen und der neuen multimedialen Lernformen auf die individuellen Bedürfnisse des Schülers zugeschnitten sein.

Die ideale Kombination der klassischen und modernen Lernmethoden ist der wichtigste Faktor wenn es darum geht, die Medien sinnvoll in den Lernalltag zu integrieren. Das Schulbuch allein bietet dem Schüler nicht annähernd so viele Facetten, die das Lernen angenehm gestalten und zeitgleich Wissen festigen. So bietet das klassische Lernen oftmals lediglich einen Lösungsweg. Direktes Feedback ist maximal im Schulunterricht möglich, beim Lernen zu Hause bleibt die Rückmeldung über den tatsächlichen Wissensstand meist bis zur Prüfung aus. Daher ist es besonders wichtig, Kindern mit Hilfe der modernen Medien verschiedene Lösungswege zu vermitteln. So werden Schüler erfolgreich auf die Anforderungen vorbereitet, die das Arbeitsleben später für sie bereithält.

Lernmethoden, die das Internet direkt mit einbeziehen, schöpfen das Potenzial optimal aus. Eine stabile und durchgehend verfügbare Internetanbindung findet sich in der heutigen Zeit in beinahe jedem Haushalt. Diese ist das wichtigste Grundelement, um dem eigenen Nachwuchs das zeitgemäße Lernen mit und durch das Medium Internet zu ermöglichen.

Online-Lernen und seine Vorteile

Ständig auf dem neusten Stand

Durch die direkte Anbindung an das Internet ist es möglich, Anwendungen laufend zu aktualisieren. Mit jeder Aktualisierung werden Fehler behoben, Inhalte verbessert und die bestehende Version der Anwendung optimiert. Durch diesen Prozess unterscheidet sich das Lernen via Internet deutlich von Lernprogrammen auf CD-ROM, denn das Aktualisieren dauert lediglich ein paar Minuten, kostet kaum Mühen und bietet den Vorteil, dass neben den Verbesserungen und Optimierungen auch aktuelle Informationen zur Verfügung stehen können. So zum Beispiel bei der „Quappiz“-App, die in einer integrierten Rubrik neuste Nachrichten in altersgerechter Fassung bereitstellt.

Insbesondere für Kinder fesselnd: multimediale und interaktive Inhalte

Gut aufgebaute Online-Angebote sind in der Regel multimedial aufgebaut. Die Mischung aus verschiedenen interaktiven Elementen fesselt vor allem unsere Jüngsten und regt die Aufmerksamkeit an. Zeigen Schüler durch diese Aufmachung Interesse, gelangen Mehrwerte des Lerninhaltes schneller und anhaltender in das Bewusstsein. Während Lehrer im althergebrachten Unterricht Mühe haben, trockenen Lehrstoff kindgerecht zu verpacken, spricht die multimediale Form der Online-Angebote direkt mehrere Sinne an, wird greifbar und lebendig. Welcher Schüler versteht schon auf Anhieb die Funktionsweise der DNA, wenn diese lediglich in schwarzen Lettern erklärt wird? Ein interaktives Video verleiht dem trockenen Stoff Lebendigkeit, so dass der gelesene Lehrstoff wesentlich leichter verankert wird. Ein kleiner Test im Anschluss – ebenfalls interaktiv, statt langweilig und banal – gibt direktes Feedback zum Gelernten. Dieses Belohnungssystem ist ein Schlüssel, der Schüler davon überzeugt, mit Freude weiter zu lernen.

Teamwork

Das gemeinsame Arbeiten und Lösungen finden in einer Gruppe bietet nicht nur die Möglichkeit Teamarbeit kennenzulernen, sondern regt auch die Kreativität der Schüler an. Diese Zusammenarbeit der Schüler ist auch beim Lernen via Internet möglich. Digitale Klassenzimmer bieten Platz zur Gruppenarbeit – in vielen Fällen betreut von einem Lehrer. Hier werden Inhalte wie Bilder, Videos oder Dokumente gemeinsam genutzt und bearbeitet. Ein direkter Austausch durch Foren und Chats deckt dabei die soziale Komponente ab und fördert die Zusammenarbeit. So bietet das Onlinelernen die perfekte Vorbereitung für das Berufsleben, indem sowohl die Projektkompetenz als auch die Teamfähigkeit der Kinder früh gefördert wird.

Individuell abgestimmte Lerninhalte.

Im Idealfall wird jeder Schüler als Individuum betrachtet. Jeder Einzelne von ihnen bringt andere Voraussetzungen mit - während der eine schneller lernt und Inhalte in kurzer Zeit versteht, liegen Konzentrationsaufgaben anderen Kindern mehr. Geschwindigkeit, Lernpensum und Lehrsystem sind eine Sache der Flexibilität. Während diese im normalen Schulalltag oft nicht ausreichend individualisiert werden können, bieten gute Lernsysteme im Internet ein Höchstmaß an Beweglichkeit. Verschiedene Lernlevels, das selbstständige Organisieren des persönlichen Lernrhythmus und individuelle Wiederholungen bieten die Möglichkeit, je nach Voraussetzungen individuell zu lernen.

Online-Lernen motiviert

Die Neuen Medien üben eine ungeheure Faszination auf Kinder und Jugendliche aus. Das hat zur Folge, dass die Schüler bereits mit Motivation an Arbeitsgeräte wie Tablets oder Laptops herangehen und so eine entsprechend hohe Bereitschaft mitbringen, sich weiter mit ihnen auseinanderzusetzen. Das Interesse an den Neuen Medien in Verbindung mit der interaktiven und multimedialen Darstellungsform bringt es mit sich, dass Wissen auf lebendige Weise vermittelt wird und sich daher schneller und langanhaltender festigt. Spaß erleichtert das Lernen. Daher wirken Online-Angebote, die das Prinzip der Bestenlisten oder anderer Belohnungssysteme mit der Multimedialität verbinden, besonders ansprechend auf unsere Jüngsten.

Lernen an beinahe jedem Ort

Ein weiterer Vorteil, den das Lernen per weltweitem Netz birgt, ist die Mobilität. Sofern eine
Anbindung an das Internet vorhanden ist und ein Endgerät wie etwa ein Laptop zur Verfügung stehen können Schüler von überall aus lernen. Sowohl der verregnete Urlaubstag als auch Wartezeiten können so ideal genutzt werden und bereiten dem Schüler dennoch Freude.

Einen ausführlicheren Ratgeber zum Thema "Lernen im Internet" von Daniel Bialecki finden Sie hier.

Zum Autor:

Daniel Bialecki ist gelernter Diplom-Ingenieur und seit 13 Jahren im Bereich der digitalen Wissensvermittlung tätig. Auch, weil er selbst dreifacher Vater ist, beschäftigt den 43-Jährigen vor allem, mit welchen Methoden bzw. Mitteln man unseren Kindern den Spaß am Lernen erhalten kann. Gemeinsam mit Pädagogen und renommierten Geschichtenentwicklern baute er von 2007 bis 2009 die virtuelle Lernumgebung von scoyo maßgeblich mit auf. Seit 2010 verantwortet er die inhaltlich-konzeptionelle Weiterentwicklung sowie die Vermarktung der Lernplattform.

https://plus.google.com/+DanielBialecki/

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